Die Pioniere

...„Er war ein Pionier, er konnte Wein keltern, wo alle anderen nur Pfirsiche und Erdbeeren gezüchtet hatten.“ (A.Baricco)

1961 – Die dunklen Jahre des Krieges, der Zerstörung und der Angst waren endgültig vorbei und so entstanden in diesen Jahren viele Unternehmungen, kleine wie große, Sinnvolle wie weniger Sinnvolle.

Giuseppe Ferrari, konnte beim Beobachten der Welt der Spinnereien das Bedürfnis nach einem neuen Wagen für den Transport und die Lagerung von Garn feststellen. Dieser musste aber anders sein als die alten Holzkisten, die rau, verformbar, durchlässig und nicht stark genug gegenüber mechanischer Beanspruchungen waren.

Das Projekt war sicherlich nicht einfach. Die Zeichnung und die Form von diesem sogenannten „Kasten“, ein Wagen aus Spritzgussteilen, war soweit unvorstellbar und auf jeden Fall nicht geeignet aufgrund der starren Abmessungen. Eine gute Struktur war möglich durch die Anwendung von extrudierten Profilen und Rohren. Durch größere Profile in der Waagerechten und kleinere in der Senkrechten war es möglich, Gitter zu bilden, die verschiedene Abmessungen und Kombinationen ermöglichten.

Nach vielen Schwierigkeiten, vor allem aufgrund der fehlenden Maschinen und Anlagen und durch die Anwendung von PVC als Material, das damals im Handel war, entstand die erste „Kunststoff Kisten“.

Die ersten Eindrücke und Bewertungen des potenziellen Kunden waren mehr als positiv und ermutigend. Dies führte Giuseppe dazu, mit seinem ursprünglichen Projekt fortzufahren.

Es entstand aber das Bedürfnis einer ökonomischen Unterstützung, um die Schwierigkeiten des Marktes zu überwältigen. Giuseppe verstand, dass er einen Partner brauchte, um diese Herausforderung anzunehmen. Eine ernsthafte, zuverlässige und willige Person. Ein Freund, der dieselbe Begeisterung und Entschlossenheit teilte wie er selbst.

So geschah es, dass Giuliano Bettoni ohne zu zögern sein ganzes Vertrauen, seine Hilfsbereitschaft und seine Unterstützung in Giuseppe setzte.

Die Weitsicht, die Beständigkeit und die Beharrlichkeit von Giuseppe wurden belohnt, als er voller Stolz den ersten großen Auftrag für „Kisten“ von einer wichtigen Baumwollspinnerei erhielt.

Die Nachfolger

...„Selbst wenn man sich auf dem rechten Weg befindet, wird man überfahren werden, wenn man nur rumsitzt.“... (Arthur Godfrey)

Wenn Conf Industries S.r.l. heutzutage die richtigen „Zahlen“ erreicht hat, um sich von einem „kleinen“ zu einem „mittleren“ Unternehmen zu steigern, so ist das sowohl dem gesamten technischen, kaufmännischen und administrativen Team zu verdanken, sowie den Betriebsentscheidungen, die den richtigen Antrieb zur Entwicklung in den Jahren gegeben haben.

Es gibt zwei Themen, die das Unternehmen immer in den Vordergrund gestellt hat und die ihm eine neue Präsentation auf dem Markt im Bereich der Logistik und der internen Beförderung ermöglicht haben:

  • Die Produktion von Produkten aus Aluminiumlegierung:
    Ein leichtes, sauberes und perfektes Material in Hinsicht auf die Hygiene, (für den neuen Bereich der industriellen Wäscherei, die langsam an Wichtigkeit gewann) die eine gute Alternative zu der Kunststoffkiste bat.
  • die Herstellung „auf Bestellung“: Spezielle Produkte zu entwickeln und herzustellen (auch für kleinere Mengen) konnte ausschlaggebend sein.

Die Planung und die Produktion der Wagen waren bestimmt nicht leicht. Erstens, weil Aluminium schon immer ein nicht leicht zu bearbeitendes Material war, zweitens, weil es auf dem Markt keine ähnlichen Produkte gegeben hat, die man als Beispiel hätte verwenden können. Noch schwieriger war die Festlegung der Produktionsabläufe, die die Personalisierung erleichtern sollen.

Die Fähigkeit des Unternehmens, sich an die unterschiedlichsten Anfragen, sowie an den Marktveränderungen anzupassen, hat dazu geführt, dass das Unternehmen sich international als Marktführer in der Herstellung von Transport- und Lagerungssysteme ausgezeichnet hat. Deswegen hat die Leitung entschlossen den Namen von Conf Plastic S.r.l. auf Conf Industries zu ändern, um die Aufmerksamkeit der Kunden von den reinen Kunststoffprodukten abzulenken, und sich mehr auf die Tausenden anderen Produkte aus Aluminium und Edelstahl, die die Firma herstellt, zu konzentrieren.